Uganda

Uganda ist ein Binnenstaat in Ostafrika, liegt am Äquator und hat eine Fläche von 236.580 km². Uganda grenzt im Norden an den Sudan, im Osten an Kenia, im Süden an Tansania, im Südwesten an Ruanda und im Westen an die DR Kongo. Der Name leitet sich von Buganda ab, einem Königreich, das sich im Südosten Ugandas befindet.

Uganda erstreckt sich auf einen Plateau zwischen dem Ostafrikanischen und dem Westafrikanischen Graben (östlicher und westlicher Zweig des Great Rift Valley). Dabei hat es einen großen Anteil am Westafrikanischen oder Albert-Rift mit den darin gelegenen Seen, Lake Albert und Lake Edward und dem Weißen Nil. Ein großer Teil des Lake Victoria liegt auf ugandischem Gebiet. Der tiefste Punkt des Landes liegt auf 610 m am Weißen Nil. Unweit davon an der Aufwölbung des Grabenbruchs liegt der 5.110 m hohe Mount Stanley. Der Großteil des Landes liegt über 1000 m über dem Meeresspiegel.Die Landschaft des Landes ist sehr vielfältig. Sie wird geprägt von Seen, Urwäldern, Regenwäldern, Schnee bedeckten Bergen, Savannen, Vulkanen, dem Weißen- und Victoria Nil.

Der Süden und die Mitte des Landes liegen in den Inneren Tropen. Durch die Höhenlage allerdings wird das Klima deutlich beeinflusst, so dass es nie extrem heiß oder kalt wird. Tagsüber schwanken die Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad, nachts liegen sie um die 17 Grad. Die Niederschläge sind mit 1.000 bis 1.500 mm im feuchten Bereich und sie sind relativ gleichmäßig über das ganze Jahr verteilt, wobei sich von März bis Mai und Oktober bis Dezember zwei Regenzeiten abzeichnen. Der Nordosten Ugandas allerdings ist semiarid.
Der Innertropische Regenwald geht in Uganda nach Norden hin in die Feuchtsavannen-Gebiete Ostafrikas über und wird im Nordosten von Trocken- und Dornbuschsavanne abgelöst. Dementsprechend reichhaltig und verschiedenartig ist die Fauna des Landes. In den Seengebieten und an den Flüssen leben über 1.000 Vogelarten, u. a. das Wappentier des Landes, der Kronenkranich. In den tropischen Regenwäldern gibt es die größte Anzahl an Affenarten weltweit. Bekannt sind die Bestände an Schimpansen und Berggorillas.

In den Savannengebieten trifft man die für die weiten Flächen Ostafrikas typischen Tierarten wie Nashörner, Elefanten, Kaffernbüffel, Flusspferde, Antilopen, Zebras und Großkatzen (Löwen, Leoparden, Geparde) an. Die Bestände dieser Tiere sind dabei, sich von der schrecklichen Periode der Wilderei in den 1970er und 1980er Jahren zu erholen.
Ein besonderer Höhepunkt jeder Uganda Reise sind Begegnungen und Sichtungen von Gorillas, Schimpansen und anderen Affenarten.

Ruanda Rwande

Ruanda oder auch Rwanda ist ein kleiner Binnenstaat in Ostafrika, südlich des Äquators mit einer Fläche von 26.338 km². Das Land wird aufgrund der hügeligen Landschaft „Land der tausend Hügel“ genannt.
Ruanda grenzt im Norden an Uganda, im Osten an Tansania, im Süden an Burundi und im Westen an die DR Kongo. Einen großen Teil der Westgrenze bildet der Lake Kivu, ein sehr tiefer See, der zum Zentralafrikanischen Graben (westlicher Zweig des Great Rift Valley) gehört. Ab 1890 bis nach dem ersten Weltkrieg war Ruanda deutsche Kolonie. Seit 1962 ist das Land unabhängig.

Bei Ruanda denkt man an die schrecklichen Konflikte zwischen den Volksgruppen der Hutu und Tutsi im Jahre 1994. Die Zustände haben sich seitdem normalisiert.
Obwohl das Land sehr dicht bevölkert ist, gibt es sehenswerte, geschützte Gebiete, Nationalparks, und nicht zuletzt die Berggorillas, die durch den Film „Gorillas im Nebel“ und Diane Fossey weltbekannt wurden. In Zentral-Ruanda erstreckt sich ein Hochplateau zwischen 1.500 und 2.000 m Höhe. Es wird von zahlreichen Wasserläufen durchzogen, ist sehr hügelig.
Die Böden sind sehr fruchtbar und werden stark landwirtschaftlich genutzt. Im Norden Ruandas erstrecken sich die höchsten Erhebungen des Landes, die Virunga Vulkankette mit dem Volcanoes National Park und die Buberuka Berge.

Im Westen Ruandas, entlang des Kivu-Sees erstreckt sich die Kongo-Nil-Wasserscheide zwischen 1.200 und 3.000 m über dem Meeresspiegel. Diese Landschaft wird durch Schluchten und spitze Gipfel geprägt. Hier befindet sich der Nyungwe Forest National Park, ein Bergregenwald mit hoher Artenvielfalt und zahlreichen endemischen Arten.
Im Südosten des Landes erstreckt sich eine Senke, die durch Savanne, Busch-Savanne, Sumpfgebiete und Seen geprägt ist. Hier befindet sich der Akagera National Park.
Ruanda hat durch seine Lage südlich des Äquators bedingt, ein innertropisches Klima. Diese Grundvoraussetzung wird jedoch durch die Höhenlage gemildert und Hindernisse wie Gebirgsketten so variiert, dass eine Vielzahl von regionalen Klimavariationen entsteht.

Es gibt ausgeprägte Regenzeiten, von Februar bis Anfang Juni die große Regenzeit mit kräftigeren Niederschlägen und September bis Dezember die kleine Regenzeit. Die Regenzeiten variieren von Jahr zu Jahr und auch je nach Landschaft.
Über mehrere Jahre gesehen kann es jedoch große Unterschiede bezüglich der Niederschlagsmenge geben: so gibt es Jahre mit übermäßigen Niederschlagsmengen und andere, die extrem trocken sein können. Während der Regenzeit regnet es nicht ununterbrochen. Nach Regengüssen kann durchaus auch die Sonne scheinen. Insgesamt ist das Klima im Hochland gut verträglich ohne größere Temperaturschwankungen. Die Temperaturen variieren allerdings je nach Höhenlage.

Ruanda hat neben der Hauptattraktion, den Berggorillas, die an den Hängen der Virunga-Vulkane innerhalb des Volcanoes Nationalparks leben, auch andere Schutzgebiete wie den Akagera Nationalpark oder den Nyungwe Bergregenwald und sehenswerte Landschaften wie den Lake Kivu zu bieten. In Kigali gibt es das Genocide Memorial Centre, eine dauerhafte Ausstellung, ein Ort des Erinnerns, der Reflexion und nicht zuletzt der Prävention. Auch in anderen Landesteilen wie Nyamata, Ntarama, Bisesero gibt es Erinnerungsstätten.

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